Solarstromnutzung

Mit einer Photovoltaik-Anlage werden VerbraucherInnen zu ihrem eigenen Energieversorger. Doch lohnt sich die Investition in eine Photovoltaikanlage? Eignet sich das Gebäude? Worauf muss man achten?

Tipp: Landesweites Solarkataster: Berechnen Sie kostenlos, einfach und schnell Ihre zu erwartenden Erträge einer Solaranlage

Die Dächer im Rhein-Sieg-Kreis bieten ein großes Potential für die Nutzung von Sonnenenergie. Das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat ein Solarkataster erstellt, mit dem es möglich ist, für jedes Dach in Nordrhein-Westfalen Informationen über die zu erwartenden energetischen und finanziellen Erträge einer Solaranlage zu bekommen. Auch die Einbindung von Speichern und Elektroautos ist für die Berechnung einer Photovoltaikanlage möglich. Neben den Berechnungen für einzelne Dachflächen enthält die Plattform auch Planungshinweise zur Umsetzung einer Solaranlage.

www.solarkataster.nrw.de

 

Bei der Einholung eines Angebotes für eine Photovoltaikanlage empfehlen die Energieexperten von Energieagentur und Verbraucherzentrale, auf folgende Punkte zu achten:

Passender Handwerksbetrieb: Am besten sollte ein Photovoltaik-Fachbetrieb die Anlage installieren. Elektrobetriebe, die nicht regelmäßig in dem Bereich tätig sind, haben weniger Routine. Vorteilhaft ist zudem ein Betrieb aus der Region, der Referenzprojekte in der Umgebung vorweisen kann. Er ist auch bei Problemen schneller zur Stelle als Handwerker aus entfernteren Gegenden. Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sind die beste Möglichkeit, einen guten Betrieb zu finden.

Komplettes Angebot: Ein Auftrag sollte erst erteilt werden, wenn ein Komplettpreis als Endpreis feststeht, inklusive gegebenenfalls Zählerschrank und Gerüst. Kein Posten sollte „nach Aufwand“ beziffert sein. Auch der Installationstermin gehört ins Angebot. Ein solches Angebot kann ein Betrieb seriös erst nach einem Vor-Ort-Termin erstellen. Online-Angebote dienen also allenfalls als erste Orientierung. Weicht der Endpreis um mehr als 10 bis 15 Prozent vom Durchschnittspreis ab, sollten Interessierte nach dem Grund dafür fragen. Es kann gute Gründe geben – es kann aber auch ein Warnsignal sein. Durchschnittspreise für unterschiedliche Anlagengrößen gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/solarstrom.

Faire Abrechnung: Vorauszahlungen sind riskant. Im besten Fall bezahlt der Auftraggeber den Gesamtpreis nach Inbetriebnahme der Anlage. Wenn aber zum Beispiel vorab Material angeliefert wird oder die Installation bereits begonnen wurde, sind Teilzahlungen für erbrachte Leistungen in Ordnung.

 

 

Wissenswertes zu Photovoltaik und Solarstromnutzung: 

von unserem Kooperationspartner Verbraucherzentrale NRW

  • zur Planung einer Solaranlage

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/photovoltaik-was-bei-der-planung-einer-solaranlage-wichtig-ist-5574

  • zur möglichen Rendite

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/solarstrom-vom-eigenen-dach-bringt-gute-rendite-34589

  • zu Verträgen, Garantien und Versicherungen

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/solarstromanlage-gewaehrleistung-garantien-vertraege-versicherung-6700

Im Rahmen einer „Energieberatung zu Hause“ bietet die Verbraucherzentrale NRW den Bürgerinnen und Bürgern unserer Mitgliedskommunen einen Solarstromcheck. Dauer: 90 Minuten, Entgelt: 60 Euro inkl. ausführlichem Infomaterial

Bei Interesse: Tel. 02242 / 96930-10 oder rheinsiegkreis.energie@verbraucherzentrale.nrw

Einen umfassenden Ratgeber rund um Funktion, Erträgen und Nutzung eine PV-Anlage bietet die gemeinnützige Beratungsgesellschaft für den Klimaschutz co2online

https://www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/photovoltaik/

Fördermöglichkeiten zur Finanzierung einer Solarstromanlage        

KfW-Bank – die Investition einer Solaranlage kann beispielsweise über ein zinsgünstiges Darlehen finanziert werden: www.kfw.de

Energieagentur NRW – auch hier gibt es eine Übersicht an Fördermöglichkeiten www.energieagentur.nrw/foerderung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die gesetzliche Grundlage für die Vergütung von Strom, der aus solarer Strahlungsenergie und anderen erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Die öffentlichen Netzbetreiber sind dazu verpflichtet, diesen Strom zu vergüten und vorrangig abzunehmen.